Haus Nelda
Soglio, 2025
Das Projekt verfolgt das Ziel, den Bestand aufzuwerten, im Bewusstsein, dass Architektur verändern kann, ohne Bestehendes zwingend zu beseitigen. Das Haus aus den 1970er-Jahren bleibt erhalten und wird neu interpretiert. Der Anbau wird zum neuen Mittelpunkt des Wohnens und gestaltet die Räume sowie ihre Beziehung zur Landschaft neu.
Seine konvexe Form öffnet sich zum Tal und umschliesst symbolisch das Dorf. So entsteht ein kontinuierlicher Dialog zwischen der Architektur und ihrer natürlichen Umgebung.
Der Eingriff lässt die beiden Baukörper klar erkennbar, wobei sie ihre eigene Identität bewahren und dennoch Teil eines gemeinsamen Ganzen werden. Diese Dualität zeigt sich auch in der Materialwahl: Der Anbau zeichnet sich durch die klare, materielle Präsenz des Betons aus, während die Sanierung eine leichtere und feinere Architektursprache aufweist. So entsteht ein Gleichgewicht zwischen Erinnerung und Gegenwart, in dem das Neue den Bestand nicht ersetzt, sondern dessen Wert verstärkt.