Haus MC

Gerra (Gambarogno), 2017-2020

Das Projekt behandelt das Thema der Baulücke und sieht den Neubau eines kleinen Einfamilienhauses zwischen zwei angrenzenden Gebäuden vor. Das bestehende Haus wird ersetzt, wobei die gemeinsamen seitlichen Mauern erhalten bleiben.

Die Fassade zum See wird neu gestaltet: Kleine Fenster im Erdgeschoss erinnern an die ursprünglichen Öffnungen, während die grösseren Fenster in den Obergeschossen frei angeordnet sind. Das Steindach ersetzt die roten Ziegel, die Mauern mit sichtbarem Bruchsteinmauerwerk greifen die traditionellen Bauweisen der Umgebung auf.

Im Innenraum bleibt das Bruchsteinmauerwerk sichtbar und tritt in Dialog mit dem Treppen- und Kaminblock aus selbstverdichtendem Beton mit Weisszement. Kastanienholz prägt die Decke und den Boden des Wohnzimmers sowie die Möbel und Türen. Die Fensterrahmen bestehen aus lackiertem Stahl, die Böden und Wände der Bäder sind mit wasserfestem Mörtel ausgeführt.

Da das Erdgeschoss tiefer als der Hof liegt und bei Hochwasser vom See betroffen sein kann, besteht der Boden aus geschliffenem Beton. Die Küche aus naturbelassenem Blech und die Möbel sind vom Boden abgehoben.