Atelier Cahn
Stampa, 2014-2016
Das Gebäude dient der Lagerung von Materialien und Kunstwerken sowie als Arbeitsraum für den Künstler. Der kompakte Betonbau kragt über einem zurückversetzten Sockel aus. Ein tiefer Schatten lässt ihn leicht und schwebend erscheinen, obwohl er schwer und massiv wirkt. Er steht am Hang zwischen Strasse und Fluss.
Das Projekt verbindet die funktionalen Anforderungen einer Werkhalle mit einem klaren architektonischen Ausdruck. Beton erfüllt beide Ansprüche: Als industrielles Material erhält er durch die Gestaltung der Schalung eine eigene Ausdruckskraft. Die Schalung aus rohen Brettern hinterlässt bewusst sichtbare Unregelmässigkeiten. Um die gewünschte Oberfläche zu erreichen, waren zahlreiche Versuche und Modelle im Massstab 1:1 erforderlich.
Die Architektur folgt einer reduzierten, konsequenten Sprache: weisser, von der Schalung geprägter Beton, grossformatige Fenster und industrielle Eisenrahmen. Alle Elemente liegen bündig mit der Fassadenfläche, als wären sie direkt in die Schalung integriert. Auch das Kiesdach, das ohne Spenglerarbeiten auskommt und mit einer synthetischen Abdichtungsbahn ausgeführt ist, trägt zur Einheit von Farbe und Material bei.